People are not handicapped by their condition, but by other people.

Don’t get adapted to the inacceptable.

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Willkommen beim Netzwerk Pflegegewalt e.V.!

 

Wir verteidigen Menschenrechte.

Wir sind eine zivilgesellschaftliche norddeutsche Initiative von Menschen, die beruflich aus dem rechtlichen, pflegerischen, medizinischen, sozialwissenschaftlichen und psychologischen Arbeitsfeld stammen. Wir sind nicht nur gesellschaftspolitisch interessiert, sondern im beruflichen oder privaten Kontext auch selbst mit den Themen Pflegegewalt, Pflegekorruption und Inklusion in Berührung gekommen. Wir stammen aus verschiedenen internationalen Hochschulumfeldern und arbeiten zivilgesellschaftlich wissenschaftsorientiert.

Interdisziplinär richten wir uns bundesweit gegen Pflegegewalt, Pflegekorruption sowie die Nichtimplementierung der UN BRK und der Istanbul Konvention durch Exekutive, Judikative und Behinderten- und Pflegeeinrichtungen in der Bundesrepublik. Hierfür sammeln wir Ihre Einzelfälle, bereiten sie auf und adressieren sie öffentlich in Presse, Landesparlamenten und Bundestag. Denn Pflege und Opferschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und Verpflichtung von Legislative, Exekutive und Judikative, die nicht einfach hoheitlich zur Entlastung von Exekutive und Judikative systematisch unter Umgehung bestehender Grundrechtestandards zum Nachteil der Betroffenen gewinnmaximierend an Pflegekonzerne delegiert werden darf. Jeder Pflegebedürftige geht uns alle an, egal ob die Pflegebedürftigkeit aus Behinderung, psychischer Erkrankung, Alter oder aus sonstigen Gründen besteht.

Und Sie können uns hierbei aktiv unterstützen: Melden Sie uns Fälle von Pflegegewalt, Pflegekorruption oder institutionellem Machtmissbrauch, Ihre Meldung macht den Unterschied!

 

Zur Presseerklärung des Netzwerkes Pflegegewalt vom 11.01.20 zur Strafanzeigenstellung gegen die Bremer Justizsenatorin Frau Dr. Claudia Schilling, ihren Ehemann Herrn AWO-Vorstand Dr. Uwe Lissau, stellv. SPD-Vorstand Herrn Kevin Kühnert, Herrn Rolf Mützenich u.a. im Rahmen der Bremer AWO-Korruptionsaffäre bitte hier entlang.

Update 17.01.20: Wir möchten uns auf diesem Wege kurz bei allen Medienvertretern, Zeugen und Interessierten für Ihre Reaktionen und Ihr Engagement bezüglich unserer obigen Presseerklärung bedanken. Wir freuen uns sehr über Ihre Unterstützung!

 



Das Ziel des Netzwerks Pflegegewalt

Für Betroffene, Angehörige und Zeugen ist das Netzwerk Pflegewalt ein Netzwerk, das die "Einzelfälle" bündelt und in die zuständigen Landesparlamente bringt, um so Strafermittlung und Gesetzgebungsprozesse in Gang zu setzen. Ein Netzwerk für Betroffene, Angehörige und Zeugen, das Hilfe, Unterstützung und Informationen gegen Pflegegewalt, Pflegekorruption und rechtswidrigen institutionellen Machtmissbrauch zum Nachteil von Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen bietet. Wir informieren, zeigen auf und bilden aus den "Einzelfällen" das große Ganze. Wir engagieren uns insbesondere gegen rechtswidrige Fixierungen und Gewalt gegen Pflegebedürftige im Privathaushalt, die regelmäßig verfassungswidrig an den deutschen Betreuungsgerichten vorbei stattfindet, weil weder Polizei noch Staatsanwaltschaft ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen.

Wir möchten den vielfach existierenden Missständen, rechtswidrigen Grundrechtseingriffen und der systematischen Nichtanwendung bestehender Verfahrensgarantien zum Nachteil von Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen sowie deren Angehörigen, die wir in unserem täglichen Berufsalltag immer wieder erleben müssen, aktiv begegnen, indem wir gemeinsam gegen Pflegewalt und Pflegekorruption wissenschaftlich, öffentlich und parlamentarisch vorgehen und so die diskriminierenden und verfassungswidrigen Zustände ins öffentliche Licht heben.

Aktuell führen wir hierzu im Rahmen einer Promotion aus unserem Kreise sowie zur ergänzenden wissenschaftlichen Fundierung unserer Arbeit im Netzwerk Pflegegewalt, ausgelöst durch den Fall des Schwerstbehinderten Michael P. in Bremerhaven,  eine umfangreiche interdisziplinäre empirische Studie an allen Staatsanwaltschaften und Betreuungsgerichten in der Bundesrepublik zum Thema Pflegegewalt und Pflegekorruption durch. Michael P. hat seitens der Bremer und Bremerhavener Behörden, Staatsanwaltschaft und dem zuständigen Betreuungsgericht keinerlei Schutz vor an ihm verübter Pflegegewalt erhalten, Zeuginnen der Straftaten, die Polizei, Staatsanwaltschaft und Betreuungsgericht zum Schutze Michaels eingeschaltet hatten, wurden von Akteuren der Exekutive und der Judikative genötigt, bedroht und öffentlich diskreditiert, um sie auf diesem Wege von einer weiteren Aufklärung der an Michael P. verübten hoheitlichen Pflegegewalt, insbesondere aber von einer Aufklärung des eklatanten Behörden- und Gerichtsversagens in diesem Fall, abzuhalten. Nicht nur der Weisse Ring, auch verschiedene ortskundige Anwälte haben in Kenntnis der örtlichen Zustände den Zeuginnen geraten, die Presse einzuschalten. Argumentativ begründet wurde diese Empfehlung mit dem Hinweis, dass die Zeuginnen gegen die örtlich bekannten Pflegekorruptionsstrukturen alleine nichts ausrichten könnten.

Im Rahmen der Studie wird daher nun wissenschaftlich empirisch geprüft, ob die verfassungswidrigen Zustände in Exekutive und Judikative im Land Bremen nur dort oder auch bundesweit vorherrschen, es also bundesweit zu einer systematischen verfassungswidrigen Herabsetzung des Schutzniveaus für Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftigen kommt, oder das Land Bremen alleine hier eine unrühmliche Vorreiterrolle einnimmt. Bitte helfen Sie uns dabei und melden Sie Ihnen bekannte Fälle von z.B. rechtswidrigen Fixierungen oder anderen Misshandlungen von Menschen mit Behinderung oder Pflegebedürftigen bundesweit. Sie finden einen formalen Zeugenaufruf mit einer Liste der im Fall Michael P. beteiligten Akteure in der Fallbeschreibung, sollten Ihnen hierzu eigene Erfahrungen vorliegen, freuen wir uns über Ihre diesbezügliche Mitteilung. 

Studienhintergrund sind die Vorarbeiten des Journalisten Günter Wallraff über die Zustände in deutschen Behinderten- und Pflegeheimen, über die er im nachfolgenden Interview berichtet.



Rechtsgrundlagen von Freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM)

Was meinen wir mit "Pflegegewalt" konkret? Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Volker Großkopf von der Katholischen Hochschule NRW, Fachbereich Gesundheitswesen (Köln), hat im Rahmen eines Forschungssemesters nachfolgendes Lernvideo zum Thema Grundrechtsabwägung und Freiheitsentziehende Maßnahmen anhand der wesentlichen gesetzlichen Regelungen erstellt.



Freiheitsentziehende Maßnahmen

Neben den von Prof. Großkopf im Video konkret erläuterten Freiheitsentziehenden Maßnahmen wird in Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien auch die 5-Punkt-Fixierung regelmäßig angewendet. Diese ist richterlich genehmigungsbedürftig. Welche Folge haben rechtswidrige Fixierungen? 




Wie können Sie persönlich das Netzwerk Pflegegewalt unterstützen?

Helfen Sie mit, gegen Pflegegewalt, Pflegekorruption und für die flächendeckende Implementierung und Einhaltung der UN BRK in der Bundesrepublik zu kämpfen! Berichten Sie uns über Ihre Erfahrungen, melden Sie Fälle, Vorkommnisse oder Pflegekorruptionsnetzwerke, die Ihnen bekannt sind. Dies können Sie auch anonym an den von uns beauftragten Rechtsanwalt tun. Helfen Sie, den kodifizierten Grund- und Menschenrechteschutz in der Bundesrepublik auch praktisch vor Ort durchzusetzen. 

 

"Don't get adapted to the inacceptable!"

Prof. Michael Krausz, University of British Columbia, Department of Psychiatry, 

Centre for Health Evaluation and Outcome Sciences

 

Thank you to all academic idea generators supporting this project! Be a network, gain impact, make the difference!


 
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