People are not handicapped by their condition, but by other people.

Don’t get adapted to the inacceptable.

Michael P.

Sie haben gerade ein Video gesehen, das Sie in Wirklichkeit gar nicht gesehen haben. So wollen wir unsere Kurzzusammenfassung des Falles Michael P. beginnnen.

 

I. Hoheitliche Ermittlungspflicht bei Pflegegewalt

 

Diese Situation, die Sie gerade in dem Video angeschaut haben, hat es nämlich nie gegeben. Jedenfalls nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Bremerhaven, des Bundeskriminalamtes, des Betreuungsgerichtes Bremerhaven und der Verfahrenspflegerin des Michael P.. Dieses Video löst nämlich ein Beweisproblem aus, das es keinesfalls geben darf. Weil es nicht sein darf. Wieso das so ist? Dazu gleich, zunächst: Was sehen wir hier in diesem Video eigentlich konkret, was dieses Video so gefährlich macht?

Wir sehen in dem Video eine 8-Jährige, die gekonnt ihren schwerstbehinderten Onkel Michael P. samt dessen Rollstuhl durch das Weidenschlösschen des Speckenbütteler Parks in Bremerhaven kurvt. Ersichtlich sehr zu Michael P.s Freude, der sich zudem über die Vögel, die zwitschern, freut und dies auch kundtut. An der leicht gewagten, aber trotzdem gelungenen Fahrspur erkennt der kundige Betrachter sofort: Das macht die Kleine nicht zum ersten Mal, sie kann Rollstühle manövrieren. Auch über ungewöhnliches Gelände. Genauso wie sie die Windeln ihres Onkels wechseln, ihn füttern, ihm die Zähne putzen oder ihm die Schuhe anziehen kann. Und ihm auch seine Medikamente kompetent verabreichen kann. Die beiden haben Spaß miteinander, Michael P. vertraut ihr erkennbar und macht die gewagte Fahrt gerne mit. Weil das kleine Mädchen mit ihm aufgewachsen ist, als wäre sie seine Schwester. Und um mit ihm so gut umgehen zu können und eine so enge Beziehung entwickeln zu können, extra einen Inklusions-Kindergarten und eine Inklusions-Schule besucht hat.

 

Wieso darf es also dieses Video nach Auffassung der oben genannten Akteure nicht geben? Weil dann auch dieses Video existieren würde:



Sie haben also gerade schon wieder ein Video gesehen, das Sie in Wirklichkeit gar nicht gesehen haben.

 

Dieses Video wurde nämlich im Haushalt der Schwester des Michael P. an deren Wohnort aufgenommen, als sie Michael P. allein verantwortlich dort betreute. Dies kann also ebenfalls nie stattgefunden haben, hat es nach verschiedenen prozessualen Aussagen auch nicht. Auch hier ist ein empathisches kleines Mädchen zu sehen, das sogar noch die letzten Tropfen aus ihrer Wasserflasche mit Michael P. teilt, ohne dass es einer diesbezüglichen Aufforderung Erwachsener von außen bedurfte, während dieser seinen geliebten Käpt‘n Blaubär hörte. Mehr zu Käpt'n Blaubär und Hein Blöd lesen Sie im Hein-Blöd-Blog zum Fall. Michael P. hat das Mädchen einfach selber um Wasser gebeten und sie hat ihn sofort verstanden. Weil sie von klein auf im täglichen familiären Umgang mit Michael P. gelernt hatte, dass er etwas andere Bedürfnisse als andere hat und etwas anders spricht als andere. Und jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten Michael P. mitversorgt. Also auch sie.

Diese beiden Videos darf es nicht geben, weil das damalige kleine Mädchen dann nicht nur elementare, sondern auch glaubhafte Zeugin von an Michael P. verübter Pflegegewalt durch seine gesetzlichen Betreuer wäre. Genauso wie die Schwester des Michael P., die im Jahr 2016 bei der Ortspolizei Bremerhaven die regelmäßig beobachtete Pflegegewalt an ihrem Bruder zur Strafanzeige gebracht sowie ergänzend das Betreuungsgericht Bremerhaven eingeschaltet hatte, um Michael helfen zu lassen. Sie wäre plötzlich ebenfalls taugliche Zeugin. Dann hätte sie nämlich ihren Bruder jahrelang gepflegt und wäre plötzlich nicht nur Zeugin, sondern vor allem eine glaubhafte Zeugin. Dann wäre die Staatsanwaltschaft allerdings auch verpflichtet, Ermittlungen einzuleiten und das Betreuungsgericht zuständig, weitere zukünftige verfassungswidrige Fixierungen des Michael P. effektiv zu verhindern. Das macht natürlich Arbeit, deswegen dürfen die obigen Umstände nicht existiert haben. Weil so auch keine Pflegegewalt stattgefunden haben kann, wegen derer die Staatsanwaltschaft Bremerhaven ermitteln müsste.

 

Dies wirft die Frage auf: Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

 

Wieso dies politisch in Bremerhaven möglich ist, lässt sich bei aufmerksamer Lektüre dieser Stellungnahme entnehmen. Das Netzwerk Pflegegewalt will hier nachfolgend 3 Dinge klarstellen:

1. Insbesondere die Rechtskundigen und die Human Rights Aktivisten unter uns stufen die AfD als eine ganz erhebliche Gefahr für den liberalen Rechtsstaat ein und distanzieren sich ausdrücklich von den angewandten Methoden und dem von dieser Partei vertretenen Wertebild. Insbesondere weil die Täter, die Michael P. rechtswidrig fixieren und misshandeln, begeisterte AfD-Wähler sind und dies auch öffentlich verkünden. Wir stehen fest auf dem Boden des Grundgesetzes und der völkerrechtlichen Verpflichtungen, denen sich die Bundesrepublik unterworfen hat und stemmen uns mit unserem zivilgesellschaftlichen Engagement gerade gegen den Abbau von Menschen- und Grundrechten zum Nachteil von Frauen, Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen. 

2. Nichtsdestotrotz war dieses öffentliche Statement, im öffentlichen politischen Mitbestimmungsprozess geäußert, wesentlicher Impulsgeber für weitere Recherchen unsererseits. Ohne diesen Artikel hätten wir als Ortsfremde weitere Hintergründe im Fall des Michael P. von außen nicht aufklären und verstehen können. Vor diesem Hintergrund hat die AfD nach unserer Auffassung ihre parlamentarische Arbeit gemacht, was wir ausdrücklich begrüßen. Wir können auch bestätigen, dass die dortige lokale Presse, an die wir ergänzend herangetreten sind, eine Zusammenarbeit mit uns zur Aufklärung der Causa verhindert hat, den Ortsfilz also aktiv deckt. Auch in dieser Hinsicht müssen wir die Angaben in der Stellungnahme leider bestätigen. Das im Artikel beschriebene Netzwerk ist  schriftlich dokumentiert nachweisbar vollumfänglich für den Fall Michael P. verantwortlich. Versteht man die AfD als Sammelbecken für Protestwähler, gibt es in Bremerhaven unserer Auffassung nach zweifelsfrei viele Gründe, Protest zu wählen. Die AfD zu wählen können wir trotzdem nicht gutheißen.

3. Das Netzwerk Pflegegewalt kann daher bestätigen, dass in dem Fall Michael P. genau der Filzmechanismus wirksam geworden ist, der in der Stellungnahme aufgezeigt wird. Unverzüglich nach Wahl der genannten Sozialdezernentin griff diese rechtswidrig in die Fallführung des Falles Michael P. zum Schutze ihres fallverantwortlichen Ehemannes Amtsgerichtspräsident Lissau ein. Selbiges  passierte  erneut in einem verwaltungsgerichtlichen Verfahren am Verwaltungsgericht Bremen zur Aufklärung der diesbezüglichen Pflegekorruption in Bremerhaven. Eine Strafanzeige u.a. wegen Vorteilsnahme im Amt gegen Claudia Schilling wurde gestellt. Der Fall Michael P. wurde nicht im deutschen unabhängigen Betreuungsgericht Bremerhaven, sondern erst am Juristen-Frühstückstisch Lissau-Schilling zum Fall. Unsere weiteren Ausführungen zum Gesamtnetzwerk können Sie hier nachlesen.

Das Netzwerk Pflegegewalt ruft die Staatsanwaltschaft Bremerhaven auf, den Fall aufzuklären, die Bürgerschaft Bremen einen Untersuchungsausschuss einzusetzen, um das örtliche Pflegekorruptionsnetzwerk aufzulösen und fordert Justizsenatorin Schilling selbst zum sofortigen Rücktritt auf.

 

Deswegen kann im Bundesland Bremen im Privathaushalt jeder Pflegebedürftige, Mensch mit Behinderung oder psychischer Erkrankung frei rechtswidrig fixiert oder körperlich gezüchtigt werden. Hoheitliche Ermittlungen finden faktisch nicht statt, weil sie politische Karrieren gefährden.

 

II. Politisches Desinteresse an der Verfolgung von Pflegegewalt und Justizfehlern

 

Das Netzwerk Pflegegewalt legt vor den nachfolgenden Ausführungen an dieser Stelle Wert auf den Hinweis, dass der ehemalige Bremer Bürgermeister Sieling sowie die aktuellen Bremer Koalitionäre vor Unterzeichnung des Koalitionsvertrages zur Aufarbeitung des Falles aufgefordert und insbesondere hinsichtlich der Senatorenpostenbesetzung auf mögliche Konsequenzen aus der anstehenden öffentlichen Fallaufarbeitung durch das Netzwerk Pflegegewalt hingewiesen worden sind. Als der Koalitionsvertrag unterzeichnet wurde, wussten also alle politischen Akteure, wohin sie laufen. Das Netzwerk Pflegegewalt begrüßt daher ausdrücklich den politischen Rückzug Bürgermeister Sielings sowie Justizsenators Günthner. Noch vor Unterzeichnung des Koalitionsvertrages wurde außerdem der Berliner SPD-Vorstand sowie Kevin Kühnert persönlich über die Vorgänge informiert und zum Handeln aufgefordert.

Denn im Fall gab es ein viel schwerwiegenderes Problem, als die rechtswidrigen Fixierungen und Misshandlungen eines Schwerstbehinderten:

Durch die Einschaltung der hoheitlich Zuständigen in 2016 kam heraus, dass Michael P. bereits vor der Einrichtung der gesetzlichen Betreuung behördlich dokumentiertes Opfer von rechtswidrigen Fixierungen und häuslicher Gewalt geworden war. Opfer jener Täter, die das Amtsgericht Bremerhaven dann zu seinen gesetzlichen Betreuern bestellte. Über die vorherigen Misshandlungen wusste auch jeder aus dem unmittelbaren Umfeld des Michael P. , der ihn pflegte, Bescheid. Nur das Amtsgericht Bremerhaven will nun plötzlich von nicht gewusst habe und verweigert die Amtsermittlung. Hätte man beim Amtsgericht Bremerhaven sauber gearbeitet, wäre Michael P. viel Leid erspart geblieben. Der Justizskandal war perfekt, denn durch die Einschaltung des Betreuungsgerichtes Bremerhaven aufgrund der rechtswidrigen Fixierungen und die körperlichen Züchtigungen des Michael P. in 2016, wurde der ursprüngliche gerichtliche Bestellungsmangel im Sinne des Gesetzes offenkundig, somit ganz konkret ein Justizfehler, den Amtsgerichtspräsident Lissau verantwortet. Was in einem deutschen Gericht natürlich nicht sein darf. Wer also auf ein einsichtiges Gericht mit Arbeitsanspruch und Grundrechtseinhaltungsambitionen gesetzt hatte, war hier fehl am Platz. Ab hier wurde und wird vertuscht, weshalb haben Sie gerade oben gelernt. 

Deswegen arbeiten wir diesen Fall auf, denn er ist exemplarisch für eine mangelnde Fehlerkultur an deutschen Gerichten, die an dunkle Zeiten der deutschen Geschichte erinnert. Im ländlichen Raum kommt dann noch eine Vetternwirtschaft hinzu, die oben für den Fall Michael P. völlig zutreffend beschrieben wurde.

 

III. Öffentlicher Wahrheitsbeweis als zulässiges Mittel der Strafermittlung?

 

Eine umfangreiche Video- und Foto-Bibliothek, die die langjährige enge Pflege und Betreuung des Michael P.  durch diese Nichte und die eigene Schwester beweist, wurde von uns gesichtet. Ebenso weiteres Beweismaterial. Laut dokumentierter Verfahrensaussagen sollen jedoch weder Nichte noch Schwester Michael überhaupt gekannt, noch ihn gar umfangreich und regelmäßig gepflegt haben. Das oben gezeigte Mädchen hat einer unverpixelten Veröffentlichung dieser Videos ausdrücklich zugestimmt, denn sie ist mittlerweile eine erwachsene junge Frau, die sich gegen die im Falle ihres Onkels angewendete Rechtsbeugung zur Wehr setzen will. Weil es diese in einem Rechtsstaat nicht geben darf. Und weil sie sich ihre eigene persönliche Biographie nicht von einem Gericht im Notstand in eigener Sache hoheitlich umdichten lassen möchte, nur damit die Aktenlage wieder passt.

Wir haben bewusst darauf verzichtet, Fotos und Videos, die die Straftaten und die vorsätzlichen Falschaussagen der Täter zum Schaden des Michael P. gegenüber Hoheitsträgern beweisen, ebenfalls an dieser Stelle zu veröffentlichen, und der Staatsanwaltschaft Bremerhaven nunmehr auf diesem Wege die Beweise zukommen zu lassen, deren Annahme sie seit Dezember 2016 eigenständig nachweislich verweigert. Wir haben auch bewusst zum Schutze des Betroffenen und der jungen Frau darauf verzichtet, aktuellere Bilder und Videos online zu stellen, um ihr APR weitestmöglich zu schützen.

 

IV. Kalkulierter Rechtsbruch, systemimmanenter institutioneller Machtmissbrauch und Notstandsrecht

 

Es ist alleinige Aufgabe des Staates, verfassungsrechtlich verbriefte Grundrechte einzuhalten, Art. 1 III GG, nicht Aufgabe der Zivilgesellschaft, also auch nicht der geschädigten Tatzeugen oder der Betroffenen, den in Bremerhaven offensichtlich eingepreisten und hoheitlich kalkulierten Rechtsbruch durch Vetternwirtschaft nachträglich durch alle gerichtlichen und behördlichen Instanzen oder gar durchs Internet zu verfolgen. 

Deswegen ist es auch alleinige Aufgabe der Staatsanwaltschaft Bremerhaven und des Betreuungsgerichtes Bremerhaven, die eideststattliche Versicherung des obigen Mädchens zur erfolgten Pflegegewalt, die es zwischenzeitlich gezwungen war schriftlich abzugeben, weil kein Bremer Behördenmitarbeiter oder Richter ihre Aussage aufnehmen wollte, nunmehr zu bearbeiten. Sie liegt seit Sommer 2019 unbearbeitet bei der Staatsanwaltschaft Bremerhaven sowie dem Betreuungsgericht Bremerhaven und ist dem Netzwerk Pflegegewalt bekannt. Es ist nicht Aufgabe des Netzwerkes Pflegewalt, Beweismittel für Pflegegewalt online zu veröffentlichen, sondern elementare Aufgabe der amtierenden Justizsenatorin Schilling, derartig rechtswidrige Zustände an ländlichen Staatsanwaltschaften und Amtsgerichten im Land Bremen abzustellen. Oder zurückzutreten. Deswegen teilen wir nur Bilder von Michael P., die Im Rahmen der jahrelangen engen Pflege durch die genannten Verwandten entstanden sind und die ihn ersichtlich glücklich gemacht haben.

Die Genehmigung zur Veröffentlichung der Bilder seitens Michael P.s konnte nicht eingeholt werden, weil Michael P. derzeit keinen rechtswirksam bestellten gesetzlichen Vertreter hat, der Ansprechpartner hierfür gewesen wäre und rechtsverbindliche Erklärungen für Michael P. vornehmen könnte. Das Netzwerk Pflegegewalt geht hinsichtlich der Veröffentlichungen von Bildmaterial, das Michael P. zeigt, somit straf- und zivilrechtlich vom Vorliegen eines Notwehr- und Selbsthilferechtes der Zeuginnen der an Michael P. verübten Straftaten aus, da die verfassungsrechtlich zuständigen Akteure die Aufarbeitung des Falles rechtswidrig vereiteln und auch die Zeuginnen selbst weiter verfolgt werden, um sie zum Ablassen von Strafverfolgung gegen die Hoheitsträger zu bewegen. Wir verweisen hierzu auf unsere Presseerklärung zur Staatsanwaltschaft Bremerhaven. Die Veröffentlichung erfolgt somit nicht nur zum Schutz des Michael P., sondern auch zum Schutze weiterer durch die Akteure geschädigter Menschen mit Behinderung, psychischer Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit durch ein örtliches Pflegesystem in Bremerhaven, das offenbar mehr von wirtschaftlichen Erwägungen einzelner Akteure denn von Grundrechtsverwirklichungsverpflichtungen gemäß UN BRK der Amtsträger gekennzeichnet ist.

Wir verweisen an dieser Stelle auf die diesbezüglichen umfangreichen schriftlichen Vorträge im Verfahren des Michael P.. Das Netzwerk Pflegegewalt ruft die neue Amtsgerichtsleitung des Amtsgerichtes Bremerhaven Wulff daher hiermit ausdrücklich dazu auf, die in über 27 Jahren etablierte Klüngelwirtschaft des vormaligen Amtsgerichtspräsidenten Lissau, Ehemann von Justizsenatorin Schilling, unverzüglich zu beenden und im Falle des Michael P. die geltenden gesetzlichen Bestimmungen des Betreuungsrechtes unverzüglich anzuwenden und einen gesetzlichen Betreuer zu bestellen, der persönlich und fachlich geeignet ist, die Interessen des Schwerstbehinderten ab hier zu vertreten und ihn vor weiteren rechtswidrigen Fixierungen und körperlichen Misshandlungen zu schützen. Weiterhin fordern wir die sofortige Herausgabe der Betreuungsakte des Betroffenen an die Geschädigten, um den Zeuginnen und dem Betroffenen die Strafverfolgung gegen die beteiligten Organe der Rechtspflege am Amtsgericht Bremerhaven und der Ortspolizei zu ermöglichen.

 

V. Erfolgte Recherchearbeiten des Netzwerkes Pflegegewalt im Fall Michael P.

 

Das Netzwerk Pflegegewalt fordert eine transparente gerichtsinterne Aufklärung des Falles durch Einsetzung einer gerichtlichen Untersuchungskommission sowie im Rahmen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses der Bremer Bürgerschaft wie im Fall Kevin. Den Abschlussbericht des parlamentarischen Untersuchungsausschusses im Fall Kevin können Sie hier nachlesen. Wir glauben nicht, dass erst ein Mensch sterben muss, bevor sich ein Landesparlament effektiv mit existierenden Qualitätsmängeln und MIssständen bei Betreuungsbehörden, Betreuungsgerichten und Staatsanwaltschaft beschäftigt.

Der Fall des Michael P. und die dahinter liegenden Verbindungen zwischen den hoheitlichen und formal zur Interessenvertretung des Betreuten hinzugezogenen Akteuren wurden 12 Monate durch das Netzwerk Pflegegewalt unter Hinzuziehung verschiedener Rechtsexperten für Pflegebedüftige, Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen und Politiker verschiedener Parteien, Bundes- und Landesparlamente recherchiert und die umfangreichen Fallunterlagen gesichtet. Aufgrund der Dimension des hoheitlichen Versagens und der politischen Verbindungen zwischen den Akteuren in Bremen und Bremerhaven haben wir uns bewusst zu einer Veröffentlichung des Falles auf diesem Wege entschlossen, weil der Fall exemplarisch für Pflegekorruption in ländlichen Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit ist. Und die involvierten Rechtsexperten und Politiker explizit zur öffentlichen Aufarbeitung geraten haben.

Wir veröffentlichen daher ab sofort in unserem Hein-Blöd-Blog sukzessiv die Aufarbeitung des Falles in aufeinander folgenden Kapiteln. Wir bitte hierzu um Beachtung der Vorarbeiten unseres Kollegen Wallraff zum Thema Pflegekorruption zwischen Exekutive, Judikative und einzelnen Pflegekonzernen. 

Um auf diese Weise nicht nur auf das Schicksal des Michael P. hinzuweisen und den Fall adäquat parlamentarischer und strafrechtlicher Klärung zuzuführen, sondern um detailliert anhand der öffentlichen Aufarbeitung dieses Falles zu demonstrieren, wie die Implementierung der UN BRK in der Bundesrepublik von den hierfür verantwortlichen hoheitlichen Akteuren im Land Bremen bewusst und absichtlich blockiert wird. Gerade die Akteure in Exekutive und Judikative, die die progressiven Regelungen der UN BRK umsetzen sollen, überzeugen in diesem Verfahren mit rückwärtsgewandten patriarchalischen Denkweisen, die dem dogmatischen Wesen der UN BRK gerade vollständig widersprechen.

Und einer äußerst zweifelhaften behördlichen und gerichtlichen Rechstreue im Land Bremen, für die das Bundesland nicht ohne Grund bundesweit bekannt ist und die auch intensiv Thema im Fall Kevin war. Insbesondere, wenn Begünstigten der UN BRK weiterhin wesentliche Verfahrensrechte rechtswidrig im Land Bremen nicht zugestanden werden, die vielfachgesetzlich in der Bundesrepublik kodifiziert, aber von Behörde und Gericht einfach nicht angewendet werden, herrscht rechtlicher Notstand. Soweit selbst hoheitliche Akteure wie der Landesbehindertenbeauftragte Bremen Dr. Steinbrück, qua Amt für die Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen zuständig, sich, nach mehreren persönlichen Treffen und schriftlich dokumentierten Beweismittelübergaben von Angehörigen in die Handlungsnot getrieben, weigern, trotz rechtlich eindeutiger Beweismittellage im Fall Michael P. Strafantrag gegen einen amtierenden Justizsenator zu stellen, sondern stattdessen nachweislich der Beweislage eindeutig widersprechend behaupten, von rechtswidrigen Fixierungen und Misshandlungen des Betreuten plötzlich nichts mehr gewusst zu haben, treiben offensichtlich andere Motive als das Wohl der Betroffenen hier Entscheidungen von Amtsträgern an. Und diese fühlen sich offenkundig unbelangbar und über dem Gesetz stehend. Weil sie es im Fall Michael P. faktisch bisher auch tatsächlich sind. Diese Motive sowie die tatsächliche Belangbarkeit zu prüfen, ist Aufgabe der Bremer Ermittlungsbehörden.

 

VI. Hilfe für Michael P. - Und andere?

 

Die Rechercheergebnisse und die Art und Weise, wie hier hoheitlich mit den Interessen des Betroffenen sowie der Zeuginnen systematisch umgegangen wurde, muss vermuten lassen, dass es sich hier gerade nicht um einen „Einzelfall“ handelt. Der Fall Michael P. wird daher jetzt in einem interdisziplinären Forschungsprojekt bundesweit bearbeitet. Wir bitten deswegen um Beachtung unseres Zeugenaufrufes an weitere Geschädigte oder Zeugen der Schädigungen des Michael P..

Die Bildergalerie, die uns die Verwandten des Michael P. zur Verfügung gestellt haben, zeigt Verwirrendes. Also Vorsicht: Auch alleinverantwortliche Ausflüge Michaels P.s an die Nordsee haben nicht stattgefunden, weder im Sommer, noch im Winter. Und Michael P. kann seinen Rollstuhl selbstverständlich auch nicht eigenständig manövrieren. Also trauen Sie Ihren Augen und dem, was Sie auf dem Video sehen, besser nicht. Die grüne Geschenktüte auf einem der Fotos beinhaltete einen Geburtstagskuchen der Nichte nebst Geburtstagsgeschenken für Michael P.. Die Tüte verschimmelt samt Kuchen seit Juli 2017 auf der Geschäftsstelle des Amtsgerichtes Bremerhaven, weil sich der zuständige Betreuungsrichter rechtsfrei weigerte, sie dem Betreuten zuzustellen und den Zeuginnen Schadensersatz für die Zerstörung der Sache zu leisten. Dass die Staatsanwaltschaft Bremerhaven gegen derartige von Richtern begangene Vermögendeslikte und unterlassene Amtsermittlung nicht ermittelt, versteht sich von selbst. Ein richterlicher "Einzelfall"? Keineswegs.

Was passiert, wenn Sie sich als Mensch mit Behinderung wie Michael P. nicht mehr so bewegen dürfen, wie Sie es eigentlich möchten, einfach weil dies unerwünschte Mehrarbeit für Ihre Umwelt bedeutet, lernen Sie hier:




Lernen Sie mehr über den Fall Michael P. in den wöchentlichen Veröffentlichungen im Hein-Blöd-Blog sowie den Zeugenaufruf in diesem Fall.

 

 

 


 
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