People are not handicapped by their condition, but by other people.

Don’t get adapted to the inacceptable.

Unsere Projekte 2020 - 2025

Die Projekte des Netzwerk Pflegegewalt 2020 - 2025

Im Rahmen der Umsetzung unserer Projektstrategie 2020 – 2025 fokussieren wir in den nächsten 5 Jahren schwerpunktmäßig folgende Projekte:

 

1. Deutsches Notruf-Hotline-Zeugenbegleitprojekt zur Vermeidung sekundärer Viktimisierung im Rahmen der Umsetzung der Europäischen Opferschutzrichtlinie:

Hierbei stellen wir kostenlos basierend auf der EU-Strategie für die Rechte von Opfern (2020-2025) geschädigten weiblichen Opfern von Straftaten innerhalb von 6 Stunden nach Kontaktaufnahme zu uns eine in der Zeugenbegleitung psychologisch und rechtlich von uns ausgebildete Opferschutzbegleiterin für die Stellung von Strafanzeigen, Behördengängen und Gerichtsterminen, um Strafanzeigenstellungen durch Frauen vor deutschen Ermittlungsbehörden zu erleichtern, Aktenmanipulationen durch Amtsträger zu erschweren und so die Durchsetzung von OEG-Ansprüchen, Nebenklageansprüchen und Opferanwaltansprüchen insbesondere von weiblichen Opfern von Straftaten zu fördern.

 

2. Europäische Festivalaufklärungskampagne zur Europäischen Opferschutzrichtlinie:

Hierzu führen wir in 2021 und 2022 zusammen mit örtlichen europäischen Partnern auf 15 europäischen Rockfestivals eine Human Rights Aufklärungskampagne zur Umsetzung der Europäischen Opferschutzrichtlinie für den Anwendungsbereich sexuelle Belästigung auf Festivals durch.

 

3. Europäische Schulaufklärungskampagne zur Europäischen Opferschutzrichtlinie:

Hierzu führen wir von 2021 – 2025 zusammen mit örtlichen europäischen Partnern im Rahmen der Strategie der Europäischen Kommission zur Implementierung der Europäischen Opferschutzrichtlinie auf Basis der Ergebnisse der New Narrative for Europe-Kampagne der EU ein Human Rights Schultraining an ländlichen europäischen Schulen zur Europäischen Opferschutzrichtlinie durch, um insbesondere der sich oft selbst als abgehängt empfindenden ländlichen Jugend in Europa zu vermitteln, was die EU für sie tut. Blaupause war hierfür das Projekt unserer European Eleanors, das nun in den europäischen Kontext überführt wird. Ziel ist hierbei insbesondere die grenzübergreifende Schaffung von neuen politischen und gesellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten am politischen und gesellschaftlichen Diskurs für europäische Jugendliche und junge Erwachsene, die bestehende, jedoch aus ihrer Sicht nicht mehr zeitgemäße Partizipationsmöglichkeiten am politischen demokratischen Prozess, z.B. im Rahmen von überholten Parteistrukturen, ablehnen und deswegen nach neuen Wegen der Mitbestimmung und Gestaltung von Demokratie und Gesellschaft suchen. Hier bieten wir entsprechende Angebote und wollen diese mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiterentwickeln.

 

4. Weiterentwicklung European Eleanors:

Das Projekt der European Eleanors hat als Blaupausen-Projekt Modellcharakter auch für andere Initiativen, hier wird von 2021 – 2025 der weitere Ausbau des Projektes national und auf EU-Ebene durchgeführt. Die Gruppe schreibt aktuell ihren Förderantrag, um ihren Projektansatz in andere europäische Länder zu transferieren.

 

5. Fortführung Zeitzeugenprojekt Hohenschönhausen:

In diesem Projekt haben wir die Biographie eines weiblichen Stasi-Opfers erfasst und bereiten hierfür nun ein Online-Schülertraining zur Vorbreitung eines Schulklassen-Besuches in der Gedenkstätte Hohenschönhausen vor. Ziel ist auch hier, gegen das Vergessen und die Bagatellisierungen von Straftaten durch Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR anzuarbeiten und den damaligen Opfern, die bis zum heutigen Tage unter den Erfahrungen leiden, auch weiterhin eine Plattform zur Adressierung ihrer Anliegen zu stellen und generationsübergreifende Kontakte herzustellen. Wir danken Monika Schneider an dieser Stelle herzlich für die Schulung, die sie unseren European Eleanors im Juli 2020 gegeben hat.

 

6. Einzelfallaufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen auf dem Staatsgebiet der Bundesrepublik:

Im Rahmen unserer Kampagnen-Arbeit werden wir auch weiterhin an uns herangetragene Fälle von Menschenrechtsverletzungen öffentlich parlamentarisch, strafrechtlich und gerichtlich aufarbeiten, um entsprechende Gesetzesänderungen zu befördern.

 

Wir achten bei der Projektfinanzierung grundsätzlich auf einen Drittmittelfinanzierungsmix aus EU-Mitteln, Bundesmitteln, Ländermitteln und Mitteln privater Förderer, um unsere wissenschaftliche Arbeit unabhängig durchführen zu können und insbesondere in keine politischen Abhängigkeiten zu geraten. Die jeweilige Projektdurchführung erfolgt auf Basis interdisziplinärer wissenschaftlicher Konzepte und entsprechender Begleit-Evaluation.

In allen Projekten bieten wir im Rahmen unserer Förderung weiblicher Karrieren neben ehrenamtlichen nationalen Freiwilligentätigkeiten bei uns auch die Möglichkeit, einen internationalen Freiwilligendienst, ein studienbegleitendes Praktikum, ein Schülerpraktikum sowie ein FSJ Politik bei uns zu absolvieren. Wir prüfen im Einzelfall, welches Modell das passende ist und helfen bei der entsprechenden administrativen Abwicklung.


 
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